Ist 'Oumuamua doch eine Aliensonde?

Ist 'Oumuamua doch eine Alien-Sonde? Warum es wahrscheinlich eher nicht so ist.

Im Oktober 2017 wurde ein fremdartiges Objekt beim Durchflug durch unser Sonnensystem entdeckt und bietet seither Anlass für manche Spekulation. Schon damals gab es, maßgeblich durch künstlerische Intepretationen zur Form des Objektes verursacht, Spekulationen um eine möglicherweise intelligente Herkunft, sprich eine von einer außerirdischen Zivilation auf die Reise geschickte Sonde. Gesichert ist, dass es sich um ein interstellares Objekt von außerhalb unseres Sonnensystems handelt und es nach dem Durchflug auch wieder auf Nimmerwiedersehen verschwinden wird. Dies kann aus der hyperbolischen Flugbahn geschlossen werden, auf der sich das Objekt um die Sonne bewegt. Bei einer Rückverfolgung der Flugbahn sieht es so aus, als ob es aus Richtung des Sternbildes Lyra kam und mit etwa 25 km/s durch den interstellaren Raum kreuzte. Das Objekt bekam die offizielle Bezeichnung A/2017 U1 und den Namen "'Oumuamua" , was Hawaiianisch für "allererster Pfadfinder" (oder "Botschafter") steht. Nachfolgende Grafik zeigt die Flugbahn und zum Vergleich eine typisch elliptische Umlaufbahn eines Kometen.


Quelle: Brooks Bays / SOEST Publication Services / UH Institute for Astronom

 

Animation der Flugbahn (Quelle: Youtube TheBadAstronomer):

Einzelheiten zum Objekt selber sind leider nicht gesichert, was auch daran liegt, dass ee erst beim Verlassen des Sonnensystems endeckt wurde und nur als Lichtpunkt in den Teleskopen erschien. Die Reflektionen legen nahe, dass es eine oberste Schicht aus rötlichem, organischen Material oder Eisen besitzt. Ferner muss es ein sehr dunkler Körper sein, da er kaum Sonnenlicht reflektiert. Bzgl. Form und Größe gibt es keine eindeutigen Erkenntnisse und es gibt einen gewissen Spielraum. Ausgehen kann man lediglich von einer länglichen bzw. schmalen Form, bspw. wie eine Zigarre oder ein plattgedrückter Pfannkuchen. Die Vermutungen zur Länge schwanken zwischen 400 und 800 Meter, bei einem Längen-Breiten-Verhältnis von bis zu 10:1, was in jedem Fall für einen Asteroiden außergewöhnlich ist. Da es in einem ziemlich regelmäßigen Zyklus von 7 bis 8 Stunden heller und dunkler wurde, lässt sich ferner daraus schließen, dass das Objekt durch den Raum taumelt. Alle bildlichen Darstellungen, die dazu kursieren, sind mangels optischer Beobachtungsmöglichkeiten lediglich künstlerische Interpretationen (s. folgende Bilder).

Wie eine Zigarre ...
Quelle: ESO, M. Kormesser, Wikipedia commons

... oder doch eher wie ein plattgedrückter Pfannkuchen?
Quelle: NASA, ESA, STSCI (Ausschnitt)


Gute Zusammenfassungen dessen, was zu 'Oumuamua bekannt ist, liefert der bekannte Astronom und Blogger Florian Freistetter hier und hier.

Bis zu diesem Zeitpunkt gab es trotz der Ungewöhnlichkeit des Objektes keine ernstzunehmenden Zweifel daran, dass es ein Asteroid sein könnte. "Nichts an der Bewegung von ‘Oumuamua deutet darauf hin, dass es sich um ein künstliches Objekt handelt. Es bewegt sich exakt so, wie es von einem Felsbrocken zu erwarten ist der sich rein von der Gravitationskraft der Sonne beeinflusst bewegt. Man beobachtet dort genau die Art von reflektiertem Licht, die man von einem Asteroid erwartet, und man hat keine andere oder unerwartete elektromagnetische Strahlung gemessen." so Freistetter.

Vor kurzem jedoch erregten die Harvard Professoren Abraham Loeb und Shmuel Bialy mit einer Studie Aufmerksamkeit (hier als PDF abrufbar), die nichts weniger enthielt, als die Vermutung, dass 'Oumuamua kein Asteroid, sondern ein Sonnensegel sein könnte. Da die Menschen noch keines ins All geschossen haben, müsste es von einer außerirdischen Intelligenz stammen. Das war ein Paukenschlag, der natürlich eine beträchtliche Resonanz in den Medien erfuhr. Also ist 'Oumuamua tatsächlich ein außerirdisches Raumschiff?

Hauptindiz dafür sei lt. der Studie die Merkwürdigkeit, dass das Objekt, als es das Sonnensystem verlies, beschleunigte, oder, genauer gesagt, es nicht so verlangsamte, wie man es aufgrund der Schwerkraft der Sonne erwarten würde. Es war, als ob eine andere Kraft, neben der Schwerkraft, im Spiel wäre. Die offensichtliche Idee (für Astronomen) ist, dass es wirklich wie ein Komet ist. Wenn sich Eis in Gas verwandelt und ausdehnt, übt es eine Kraft auf das Objekt aus. Es wurden jedoch erneut keine solche Emissionen festgestellt, und auch keine daraus resultierenden charaktristischen, schnelleren Drehungen. Das ist also ein bisschen ein Rätsel. Ausgehend davon untersucht die Studie die Möglichkeit, dass der Druck des Sonnenlichts auf das Objekt wirkt. Photonen haben zwar keine Masse, aber sie können Druck ausüben. Der Strahlungsdruck wird anhand der Allgemeinen Relativitätstheorie gut verstanden. Dieser Druck ist ziemlich klein, kann jedoch für Objekte mit geringer Masse, aber großer Fläche von Bedeutung sein.
Unter Verwendung einiger Annahmen ziehen die Autoren den Schluss, dass die Beschleunigung von Oumuamua sinnvoll ist, wenn es sich nicht um eine große Weltraumzigarre handelt, sondern eher um ein abgeflachtes Blatt, nur maximal einen Millimeter dick und vielleicht 30 bis 50 Meter breit. Dies hört sich verdächtig wie ein Sonnen- oder Lichtsegel an. Das ist ein Weg, um ein Raumschiff ohne Raketenantrieb auf hohe Geschwindigkeit zu beschleunigen. Stattdessen befestigt man ein sehr großes, aber sehr leichtes, reflektierendes Segel, und lässt den Druck des Sonnenlichts darauf wirken. Das ist tatsächlich eine sehr gut untersuchte Idee. In der Tat plant die Planetary Society, irgendwann in naher Zukunft ein Probesegel zu starten.
Die Autoren behaupten zwar nicht, dass es das wäre und sprechen auch immer im Konjunktiv (... wenn das und das, dann könnte...) und formulieren es als eine diskutable Möglichkeit, die man nicht außer Acht lassen solle, dennoch impliziert die Studie letztlich genau das.
Interessanterweise arbeitet Loeb, der Hauptautor der Studie, an einem Projekt, in dem genau das untersucht wird, wie ein Sonnensegel zu nahegelegenen Sternen geschickt werden könnte.


Künstlerische Darstellung eines Sonnensegels (Quelle: NASA (Aussschnitt))

Was lässt sich an der geäußerten These kritisieren: Nun, nur weil wir keine kometenähnlichen Emissionen von 'Oumuamua gesehen haben, heißt das nicht, dass es keine gab. Tausende von Jahren durch den interstellaren Raum zu reisen, bedeutet, dass es kosmischen Strahlen ausgesetzt war, die die Oberflächenchemie und die Materialemission verändern könnten. Normalerweise wird der Staub hell, wenn also Gas statt Staub ausgestoßen wird, ist es schwieriger zu sehen. Und wir haben es nicht gesehen, bis es sich auf dem Weg aus dem Sonnensystem befand, als es schwach war, also hätten wir es wieder übersehen können. Zudem würden aufgrund der relativ geringen Größe bzw. Masse auch sehr kleine Emissionen genügen, die ggf. nicht zu erkennen waren. Sofern die Emissionen im Massenmittelpunkt erfolgten, würde auch die zu erwartende Rotationsänderung nicht eintreten.

Da wir wissen, wie weit entfernt und wie hell das Objekt war, als es vorbeiflog, können wir die Größe abschätzen. Etwas Dunkleres müsste größer sein, und etwas Schimmerndes könnte kleiner sein. Wenn also 'Oumuamua zu 100% reflektierend wäre, wie ein Spiegel (oder ein Sonnensegel), würde der Durchmesser etwa 50 Meter betragen. Dies entspricht ungefähr der Größe, die die Autoren dafür schätzen. Das wäre ganz ordentlich und würde der Annahme nicht widersprechen. Andererseits, warum so ein kleines Sonnensegel bauen? Will man im interstellaren Raum von Punkt A nach Punkt B gelangen benötigt man Geschwindigkeit. Die berechneten 25 km/s wären schnell, aber nicht im interstellaren Verhältnis. Das Wesentliche an einem Sonnensegel ist, dass es zwar eine geringe Beschleunigung hat, aber dafür für eine sehr lange Zeit beschleunigt und so sehr hohe Geschwindigkeiten erreichen kann, sogar tausende oder zehntausende Kilometer pro Sekunde sind erreichbar, was genau das ist, was man für interstellare Reisen will. Dagegen sind die 25 km/s ein langsames Dahinkriechen. Die Autoren weisen diesen Einwand zurück, mit der Behauptung, es könne sich um Weltraummüll handeln, das als Ballast ausgeworfen wurde. Das erscheint allerdings eher als eine so genannte "unbegründete Ausnahme" und wäre damit ein unzulässiger Fehlschluss, was in einer wissenschaftlichen Diskussion fehl am Platz ist.

Schwer zu erklären mit einem Sonnensegel ist auch die periodische Helligkeitsänderung, außer es wäre außer Kontrolle geraten und taumelt (letzteres nimmt man auch an), was dann aber auch bedeuten würde, dass es als Segel schlicht nicht funktionieren würde. Also kann man auch dagegen halten, dass die Grundlage für die gesamte Idee ohnehin falsch wäre.

Loeb und Bialy haben auch in Erwägung gezogen, dass das Objekt absichtlich in unser Sonnensystem zur Erkundung geschossen wurde. Also quasi ein außerirdischer Spion. Allerdings haben Radioastronomen vom Green-Bank-Observatorium keine Radiowellen oder anderweitige EM-Emissionen messen können, die auf eine Datenübertragung "nach Hause" schließen lassen würde. Gut, prinzipiell wäre die Flugbahn dafür geeignet, indem man von "oben" in ein System einfliegt, um Kollissionen mit Asteroiden und Planeten auf der Planetenebene zu entgehen und mit dem Schwenk um die Sonne wieder Schwung für den Rausflug aufzunehmen. 'Oumuamua kreuzte die Planeteneben jedoch zwischen Sonne und Merkur, womit sich eine Aliensonde aber schwer tun würde, um bspw. die Erde und die äußeren Planeten zu erforschen. Ebenso würde man ein Abbremsen erwarten, um in der Planetenebene Daten zu sammeln. Auch ein Kommunikationsversuch wäre anzunehmen. Nichts dergleichen wurde beobachtet.

Letztlich wissen wir zu wenig über 'Oumuamua, als dass wir genau auf Größe und Form schließen und über die Gestalt und Art eines Raumschiffs sinnieren könnten. Viel Spielraum für Spekulationen also. Manches mag für die Idee eines Sonnensegels sprechen, aber weitaus mehr dagegen. 'Oumuamua ist fraglos ein faszinierendes, mysteriöses Objekt. Rätselhafte Zusatzbeschleunigungen gab es auch schon bei der so genannten Pioneer-Anomalie. Mittlerweile hatten sich diese als ganz harmloser Effekt entpuppt, denn Wärmestrahlung gab den Raumsonden einen Extraschubs. Muss man bei 'Oumuamua aber gleich die Alien-Karte spielen? Aber Loeb ist auch Medienprofi und mit der Sonnensegelbehauptung hat er große Aufmerksamkeit für das Breakthrough-Projekt "Starshot" bekommen, an dem er beteiligt ist. In der Danksagung der Publikation gibt er offen zu, dass die Publikation in Teilen von der Breakthrough-Preis-Stiftung gefördert wurde. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Loeb schloss in einem Interview nicht aus, den "Botschafter" in den nächsten rund zehn Jahren noch mittels Swing-by-Manöver zu verfolgen, um ihn zu studieren. Preisschild für eine solche Mission: etwa eine Milliarde Euro. Oder wird sich bald eine neue Chance bieten, wenn wir erneut Besuch von einem interstellaren Vagabunden bekommen? Die Astronomen stehen jedenfalls mit ihren Teleskopen bereit.
Sollten die Astronomen 'Oumuamuas Heimat genau lokalisieren, könnten sie dorthin gezielt Radiosignale funken. Vielleicht erhalten wir dann in ein paar Jahren Antwort von einer außerirdischen Intelligenz.

Sehr gute Darstellung dessen, was in der erwähnten Studie steht, auf deutsch (Quelle: YouTube Raumzeit - Vlog der Zukunft)

Beitrag von Harald Lesch mit Kurzkritik (Quelle: YouTube Terra X Lesch & Co)

 

Update: Vom 23. November bis zum 5. Dezember 2017 wurde das Allen Telescope Array (ATA) des SETI Institute, ein System aus 42 Radiogeräten in Nordkalifornien, dazu genutzt, um nach möglichen Oumuamua-Signalen zu suchen. Zu dieser Zeit befand sich das Objekt etwa 275 Millionen Kilometer von der Erde, fast zweimal so weit wie unser Planet von der Sonne, entfernt. Das Team lauschte nach Pings mit einer Frequenz zwischen 1 und 10 Gigahertz und einer Auflösung von 100 Kilohertz. Die Beobachtungskampagne war in der Lage, Signale eines omnidirektionalen Senders mit einer Leistung zwischen 30 und 300 Milliwatt aufzunehmen. Gesucht wurde nach einem SIgnal, das beweisen  würde, dass das Objekt eine Technologie enhält. Trotz der sensiblen Suche wurden keine entsprechenden Funksignale gefunden. Die Suche ist Gegenstand einer Studie, die in der Februarausgabe 2019 von Acta Astronautica veröffenbtlicht wird (Quelle: Space.com).

Der russische Milliardär Juri Milner, der unter anderem das SETI-Projekt finanziell unterstützt, hatte die eigene "Breakthrough Listen"-Initiative genutzt, um ebenso der Sache auf den Grund zu gehen. Dazu wurde eines der größten Radioteleskope, die 100-Meter-Antenne des Green-Bank-Observatoriums, Im Dezember 2017 für zehn Stunden auf 'Oumuamua ausgerichtet, um nach möglicherweise extraterrestrischen Funksdignalen lauschen. Die Idee dahinter: Würde es sich um eine Alien-Sonde handeln, würde diese evtl. mit Funksignalen kommunizieren. Funksignale wurden jedoch keine registriert (Quelle: spektrum.de).

Loeb hat bereits Anfang 2017 über außerirdische Lichtsegel spekulkiert, im Rahmen der bislang ungeklärten so genannten schnellen Radioblitze, extrem kurze, energiereiche Ausbrüche von Radiostrahlung. Erst 17 dieser Strahlungsausbrüche wurden bisher registriert, um deren Entstehung sich diverse Hypothesen ranken. Loeb hält einen künstlichen Ursprung der seltsamen Signale für zumindest überprüfenswert. Anlass der Überlegungen ist der Umstand, dass die Radioblitze anscheinend doch nicht so zufällig auftreten, wie es zuerst schien und eine ganze Serie dieser Blitze aus einer einzelnen Quelle zu kommen scheinen: einer etwa drei Milliarden Lichtjahre entfernten Zwerggalaxie. Womöglich, so Loeb, seien die Signale deswegen künstlich erzeugt, um Raumfahrzeuge mit Lichtsegeln anzutreiben. Entsprechende Pläne gibt es zum Beispiel bei der NASA, um Sonden zum Nachbarstern Alpha Centauri zu schicken. Andere Erklärungsmodelle gehen dagegen von Kollisionen von Neutronensternen oder Schwarzen Löchern als Urheber aus (Quelle: spektrum.de).

 

Quellen:
arXiv COULD SOLAR RADIATION PRESSURE EXPLAIN ‘OUMUAMUA’S PECULIAR ACCELERATION? 
Scienceblogs Ein Botschafter aus dem Raum zwischen den Sternen: ‘Oumuamua, der erste interstellare Asteroid 
Scienceblogs Lang, schmal und sehr seltsam: Der interstellare Asteroid ‘Oumuamua wird immer interessanter! 
Spektrum.de Was es mit dem Alien-Raumschiff 
Zeit Online Glaubt dieser Harvard-Professor selbst, was er sagt? 
Zeit Online "Selbst wenn ich falsch läge, wäre ich glücklich" 
SYFY BREAKING! Have astronomers discovered our first interstellar visitor? NOTE: Not aliens 
SYFY Is 'Oumuamua an interstellar spaceship? I'm still going with 'no 
Space.com 'Oumuamua Stays Quiet: Another SETI Search of Interstellar Visitor Comes Up Empty
Space Coast Daily NASA Learns More About Interstellar Visitor ‘Oumuamua, the First Known Interstellar Object to Visit our Solar System 
Breakthrough Starshot Initiative 

Irland Piloten-UFO Update

Irland Piloten-UFO, was sind die möglichen Theorien?

Wir haben bereits über den Vorfall berichtet und den Beitrag auch nochmal ergänzt (siehe hier). Nunmehr sind zwei Wochen nach der aufsehenerregenden Sichtungsmeldung mehrerer Piloten über Irland vergangen und es gibt noch keine endgültige Bestätigung dessen, was da über den morgendlichen Nachthimmel geflogen ist und beobachtet wurde. War es ein Meteor, wie schon mehrfach erwähnt, ausgedienter Weltraumschrott, der als Re-Entry in die Atmosphäre eingedrungen und verglüht ist, ein illegales Flugzeug im nicht-authorisierten Luftraum oder irgendeine militärische Aktivität? Wir wollen einige möglichen Ursachen beleuchten.

Meteor

Schon während des Vorfalls verglich es der Virgin Atlantic Airlines-Pilot, der es auch beobachtete, mit einem Meteor oder anderen Objekten, die in die Erdatmosphäre eintreten. Dieser Meinung sind auch der Luftfahrtjournalist Gerry Byrne, der einen Meteor als wahrscheinlich ansieht, da es nicht ungewöhnlich sei, dass Meteoriten auch aus einem niedrigen Winkel in die Erdatmosphäre eindringen, und der Astronom Apostolos Christou vom Armagh-Observatorium und Planetarium, der einen Meteor ebenso als sehr wahrscheinlich ansieht. Aufgrund der Helligkeit vermutet er ein etwas größeres Objekt, in Walmuss- oder Apfelgröße, das dann auch in mehrere Teile zerfiel, was die Beschreibung eines oder auch mehrerer Objekte bestäigen würde. Als möglicher Verursacher kommen die zu diesem Zeitpunkt auftretenden Tauriden in Betracht, allerdings gab es parallel und unmittelbar nach diesem Vorfall noch keine bestätigten Meteorbeobachtungen.

Kurze Zeit später allerdings kamen die erste und nachfolgend weitere Meteorbeobachtungen aus Schottland und Nordirland, die bei der International Meteor Organisation dokumentiert sind und die den Franzosen Christophe Spitzer dazu veranlassten, den Vorfall mit dieser Meteorbeobachtung in Verbindung zu bringen und entsprechende Infografiken dazu zu erstellen. "Ich habe die kürzlich aktualisierte IMO-Karte der Beobachtungen und SSR-Daten (Secondary Search Radar) von VASAviation verwendet und sie mit Planefinder-Daten verglichen. Ich habe auch die ATC-Transkription in chronologischer Reihenfolge von oben nach unten von VASAviation verwendet. Denken Sie vor allem daran, dass die Helligkeit von Boliden und Superboliden unter 50 km zunimmt. Alle drei Flugzeuge hätten es von ihrem jeweiligen Flugniveau aus sehen können, wenn der Bolide zuerst in einer Höhe von 120.000 ft (+ - 35 km AMSL) gesichtet wurde." (s. nachfolgend die beiden Infografiken).


Infografiken von Christophe Spitzer (Quelle: Facebook Christophe Spitzer)


Eine Bestätigung dessen könnte auch ein veröffentlichtes Dashcam-Video von Sandy Laverty aus dem nordirischen Coleraine sein, das ein Objekt drei Minuten vor der ersten Sichtungsmeldung zeigt und einem Meteor ähnlich ist.

UFO Caught on Video in Northern Ireland Three Minutes before Pilots Sighting (Quelle: YouTube UFO Casebook):

Ein Widerspruch hinsichtlich den Sichtungsmeldungen sind die unterschiedlichen Angaben zum Wegflug des Objekts bzw. der Objekte, zwischen der BA-Pilotin (nach Norden abfliegend) und des VS-Piloten (nach rechts weg fliegend, was etwa südöstlicher Richtung entspricht). Christophe Spitzer hat sich speziell auch mit diesem Widerspruch befasst und dazu verschiedene Quellen ausgewertet: "Ich versuche, die kurze Beobachtung und den Bericht der  Pilotin zu verstehen, da dies die "widersprüchlichste" und kontraintuitivste in Bezug auf die Beobachtung ist. (...) Eine erneute Analyse ermöglichte es mir, einen ungefähren Vektor zu erstellen, um zu verstehen, warum die BA-Pilotin berichtet, dass das Objekt 'schnell in den Norden' abfliegt. Da ich wusste, dass Boliden unter 50 km hell werden und unter 40 km superhell sind, habe ich 36 km ASL (120.000 ft) als konservative Schätzung für die obere Grenze (Alt) verwendet. Ich habe 17,5 km als untere Grenze (Alt) basierend auf den AMS-Spezifikationen für Bolide ausgewählt, da der Abblationsprozess nicht zu weit unterhalb dieser Höhe stoppt. (zwischen 20 km und 15 km). (...) Meine erneute Erstellung basiert auf einer durchschnittlichen Bodentemperatur von 12 ° C und ich habe nur eine Bildschirmaufnahme (Stellarium) um 06:44:20 UTC (Strich-Nockenuhr) verwendet, da es ein kurzes Ereignis war. Das Flugzeug flog OSE (092 °) und der Bolide war auf ihrer Position 9 Uhr (Az: 019 °) sichtbar, als sie es zuerst sah, mit anderen Worten zu ihrer Linken, wie es in ihrem ATC-Funkverkehr heißt. Die Tatsache, dass der Bolide im FoV leicht nach rechts ging, deutet darauf hin, dass sie glaubte, dass es in den Norden fliegen würde, da es für sie wahrscheinlich wäre, wenn es von ihr weg und Richtung NNO flog. In Wirklichkeit flog es Richtung SSO (152 °)."
Mit anderen Worten, die Aussage des VS-Piloten wäre demnach korrekt und würde sich mit dem angenommenen Flugverlauf des Boliden aus den Meteorbeobachtungen decken. Warum die Pilotin es als nach Norden abfliegend beschrieb, ist unklar.


Infografik von Christophe Spitzer zur Analyse der Aussage der BA-Pilotin (Quelle: Facebook Christophe Spitzer)


Weltraummüll

Neben einem Meteor kommt auch Weltraumschrott, das als so genannter Re-Entry in die Atmosphäre eintritt, in Frage, da er ganz ähnlich in Erscheinung tritt, wie ein Meteor und vom Virgin Airlines-Piloten ebenso vermutet wurde. Dafür sprechen würde die Aussage des Piloten, dass es sich um mehrere Objekte auf derselben Flugbahn handeln würde, da ein Re-Entry in der Regel zur Fragmentierung neigt, also in mehrere Objekte beim Wiedereintritt zerfällt. Das oben bereits erwähnte und gezeigte Dashcam-Video soll diese Theorie stützen, da es zeigt, wie sich das Objekt aufzubrechen und sich danach aufzulösen scheint. Leider ist dies auf dem Video allerdings nur in einer kurzen Sequenz zu sehen. Hierzu noch ein kurzer Screenshot aus dem Video.


Screenshot aus dem Dashcam-Video (Quelle: Video von Sandy Laverty/iNews)


Die Fahrerin des Fahrzeugs beschrieb es als real viel heller und größer. Die Aussagen der Piloten schwanken zwischen einem und mehreren Objekten. Ein auch für Re-Entries typischer Schweif wird nicht beschrieben. Die von den Piloten angegebene sehr hohe Geschwindigkeit spräche auch eher gegen ein Re-Entry, da diese mit deutlich langsamer Geschwindigkeit auftreten und somit oft länger beobachtet werden können, als Meteore. Konkrete Re-Entry-Ereignisse, die bspw. auf SATVIEW abgefragt werden können, werden zum fraglichen Zeitpunkt nicht gelistet. Zwar wird von Newshub Neuseeland ein Re-Entry als am Wahrscheinlichsten angesehen, aber die Meteortheorie gar nicht erwähnt.

Militärische Aktivitäten

Die Pilotin des British Airways-Fluges fragte als erstes nach möglichen Militärübungen in der Nähe, was nach einer kurzen Pause vom Fluglotsen verneint wurde, und weiter, dass kein anderes Flugzeug angezeigt würde, was dafür verantwortlich sein könnte. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass diese Möglichkeit ausgeschlossen werden kann. So flog im Jahr 2003 der damalige US-Präsident George W. Bush in einer streng geheimen Mission mit der Air Force One in den Irak, um die dort stationierten amerikanischen Truppen zu besuchen. Angesichts der extremen Gefahr, den Präsidenten in ein Kriegsgebiet zu bringen, war es wichtig, dass niemand wusste, dass er kommen würde. Dies bedeutete, dass die Besatzung eine Entfernung von 10.000 km zurücklegen musste, 10 Stunden brauchte und über den belebten Luftraum von Großbritannien, Frankreich und Deutschland flog, ohne dass das charakteristische, riesige blau-weiße Flugzeug von irgendjemandem entdeckt wurde.
Kommunikation und Identifkation der Air Force One waren abgeschaltet, und die Besatzung identifizierte sich im Bedarfsfall für die Flugverkehrskontrolle als das viel kleinere Privatflugzeug Gulfstream. Dies war ihre Tarnung für den Fall, dass sie während des Fluges auf Radarschirmen auftauchten. Die damalige Mission wurde fast abgebrochen, als das Präsidentenflugzeug über London flog. Ein aufmerksamer Pilot, der die Maschine in der Luft sah, meldete sich über Funk und fragte: "Habe ich gerade Air Force One gesehen?" Es herrschte etwas Stille, dann antwortete der Air Force One-Captain: "Nein, Gulfstream." Zum Glück für den Präsidenten und sein Team führte der Pilot seine Beobachtung nicht weiter aus und Präsident Bush landete im Irak, bevor überhaupt jemand wusste, dass er kommen würde. Air Force One, eines der am besten identifizierbaren Flugzeuge der Welt, flog innerhalb des britischen Luftraums, und keiner der Fluglotsen hatte eine Ahnung.

Für den vorliegenden Fall dürfte das jedoch kaum in Frage kommen, und ob die Beobachtung mit sonstigen, geheimen Flugmanövern in Einklang zu bringen ist, ist aufgrund der Nähe zu zivilen Flugkorridoren doch fraglich. Anderweitige Militärmanöver dürften ingesamt auch mehr Aufmerksamkeit erregt haben und würden ggf. im Nachhinein bekannt gemacht werden. Hinweise darauf oder auf irgendwelche illegalen Flugbewegungen gibt es zum derzeitigen Zeitpunkt nicht.

Was bleibt?

Weitere Theorien stehen derzeit unserer Kenntnis nach nicht im Raum. Hinsichtlich der räumlichen und zeitlichen Koinzidenz der Meteorbeobachtungen und der Pilotensichtungen gilt ein Meteor der Tauriden derzeit als am Wahrscheinlichsten. Für ein Re-Entry oder (nicht bestätigte) militärische Aktivitäten fehlen unserer Meinung nach ausreichende Indizien, auch wenn Newshub die Re-Entry-Theorie präferiert. Könnte man mangels einer eindeutigen Klärung, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, so auch von einem "UFO" sprechen? Prinzipiell ja, da es das wäre, ein nicht identifiziertes Flugobjekt. Allerdings wird in der Naturwissenschaft immer nach Wahrscheinlichkeiten beurteilt und auch die gebotene Anwendung von Ockhams Messer lassen die Meteortheorie als naheliegenden Schluss annehmen.


Quellen:
Facebook Christophe Spitzer
Facebook Ufoofinterest
YouTube UFO Casebook
International Meteor Organisation Event 4788-2018
iNews ‘UFO’ captured on video in Northern Ireland
Newshub Ireland UFO: New theories emerge on what baffled pilots

Helles Licht am Morgen verwirrt

Helles Licht am Morgen verwirrt viele Menschen

Am heutigen, frühen Sonntagmorgen sorgte ein helles Licht am Himmel in weiten Teilen Deutschlands für Verwirrung und Anrufe sowohl bei UFO-Meldestellen als auch bei Polizeistellen und  Zeitungsredaktionen. Die Beobachtungen fanden ab etwa 6 Uhr bis zur Morgendämmerung statt und beschrieben ein am Himmel weitgehend stillstehendes und auffällig helles Objekt: "...helles Licht...", "...Scheinwerfer am Himmel...", "... Jumbo-Jet mit Landescheinwerfer an einem Fleck...", "...grelles Licht...", "...wahnsinnig helles Licht...".

Daneben wurde es auch als "flackernd" oder "pulsierend" beschrieben und in unterschiedlichen Farben, sowie mehrfarbig und teils über eine Stunde lang beobachtet. Auslöser für die Verwirrung ist der seit Mitte November als "Morgenstern" auftretende Planet Venus, der insbesondere durch den klaren Morgenhimmel sehr auffällig in Erscheinung tritt. Atmosphärische Einflüsse lassen dann Planeten, aber auch Sterne, nicht nur flackernd, pulsierend, oder sogar blinkend, sondern auch mehrfarbig und mit Farbwechsel erscheinen, in Horizontnähe noch ausgeprägter. Bei stetiger Beobachtung können, durch unbewusste Eigenbewegungen der Augen, auch kleinere Zick-Zack-Bewegungen vorgetäuscht werden. Typisch für Planeten und Sterne als Verursacher sind auch längere Beobachtungszeiten, während derer sich das Objekt relativ langsam bewegt. Als Morgenstern wird uns Venus noch einige Wochen begleiten.

 

Venus als Morgenstern

Aufnahme der Venus am Sonntagmorgen über dem Odenwald (Quelle: Hansjürgen Köhler, Michelbach)

 

Quellen:
Osthessen-Zeitung
CENAP-Infoline Blog
Sichtbarkeit des Planet Venus

Piloten melden 'UFO' über Irland

- Lesen Sie dazu auch unseren Update-Artikel mit Diskussion der möglichen Theorien! -

Die irische Luftfahrtbehörde untersucht aktuell Berichte über ein unbekanntes Flugobjekt (UFO), nachdem Piloten mehrerer Passagierflugzeuge berichtet hatten, dass sie vor der Küste Irlands ein oder mehrere Objekte gesehen haben.


Piloten melden helle Objekte über Irland (Symbolfoto, Quelle: Getty Images/bearbeitet)

Am Freitag dem 09.11. melden Piloten dreier Passagierflugzeuge über der Südwestküste von Irland mindestens ein helles und schnell fliegendes, unbekanntes Flugobjekt. Die irische Flugsicherheitsbehörde will den Vorfall untersuchen und die Frage klären, was die Piloten möglicherweise gesehen haben. Der erste Funkspruch ging um 06:47 Uhr von der Pilotin eines British Airways Fluges aus Montreal (BA94) bei der Flugverkehrskontrolle Shannon ein, die sich erkundigte, ob irgendwelche Militärmanöver im Gange seien. Erst nach 15 Sekunden kommt die Antwort, dass keine Militärmanöver stattfänden und auf den Radarschirmen nichts zu sehen sei. Die Pilotin erwiderte, dass das Objekt sich schnell bewege, worauf der Fluglotse sie fragte, ob das Objekt neben ihr fliegen würde. Die Pilotin beschrieb daraufhin wie sie das Objekt auf ihrer linken Seite gesehen habe und es mit großem Tempo nach Norden abflog. Sie beschrieb es als "sehr helles Licht", das "mit sehr hoher Geschwindigkeit verschwand". Sie hätten sich daraufhin gefragt, was es gewesen sein könnte, und dass es nicht auf einem Kollisionskurs gewesen zu sein schien.


Flugroute von British Ariways BA94, zum Zeitpunkt der Beobachtung über der südöstlichen Küste Irlands
(Quelle: Airlive/AirNav.RadarBox)

Der Pilot einer Virgin Atlantic Airlines Boing 747 aus Orlando (VS76) klinkte sich in das Gespräch ein, bestätigte die Beobachtung und gab an es gebe „mehrere Objekte, die der gleichen Flugbahn folgen“. Der Pilot beschrieb zwei sehr helle Lichter, zuerst auf seiner 11-Uhr-Position, die nach rechts flogen und dann schnell aufstiegen und weg flogen. Er verglich es mit einem Meteor oder anderen Objekten, die in die Erdatmosphäre eintreten. Ein weiterer Pilot einer Norwegian Air Maschine aus Stewart, New York, bestätigte ebenso die Beobachtungen. Die Piloten gaben übereinstimmend hohe Geschwindigkeiten an, ein Pilot äußerte, die Geschwindigkeit des Objekts sei "astronomisch, es war wie Mach 2", also zweifache Schallgeschwindigkeit.


Flugroute von Virgin Atlantic Airways VS76, zum Zeitpunkt der Beobachtung vor der südöstlichen Küste Irlands
(Quelle: Airlive/AirNav.RadarBox)

Funkverkehr mit englischer Transkription (Quelle: YouTube/VASAviation):


Eine Zusammenfassung des Funkverkehrs mit deutscher Transkription findet sich auf T-Online.
Ein dreißigmenütiger Mitschnitt des Funkverkehrs zu diesem Zeitpunkt kann bei Live ATC angehört werden (nur Audio, ab Minute 17 erfolgen die relevanten Berichte der Piloten).

Die irische Flugaufsicht vermeldet dazu: "Nach den Meldungen einer kleinen Anzahl von Flugzeugen am 9. November über ungewöhnliche Flugbewegungen hat die IAA einen Bericht eingereicht. Dieser Bericht wird im Rahmen des normalen Ermittlungsverfahrens für vertrauliche Ereignisse untersucht."

Eine mögliche Erklärung für die Beobachtungen könnten ein oder mehrere Meteore bzw. Sternschnuppen sein, womit auch ein Pilot selber das Gesehene vergleicht. Auch ein Re-entry, also der Wiedereintritt von Weltraumschrott bzw. ausgedienter Satelliten, zeigt ein vergleichbares Erscheinungsbild. Die Erwähnung mehrerer heller Objekte in identischer Flugbahn würde dem entsprechen, auch wenn keine Leuchtspuren hinter den Objekten erwähnt werden. Möglicher Auslöser für Meteore zu diesem Zeitpunkt könnten die für helle Feuerkugeln bekannten Tauriden sein, die ab Ende Oktober auftreten. Ebenso in Frage kämen die Leoniden, die seit dem 06.11. auftreten und zum 17.11. hin ihr Maximum errreichen.
Vertreten wird die Meteor-Erklärung u.a. vom Luftfahrtjournalisten Gerry Byrne, der dazu äußerte: "Aller Wahrscheinlichkeit nach waren es Meteoriten, und es ist nicht ungewöhnlich, dass Meteoriten aus einem niedrigen Winkel, einer niedrigen Flugbahn, in die Erdatmosphäre eindringen."
Ebenso dieser Meinung ist Apostolos Christou, ein Astronom aus dem Armagh-Observatorium und Planetarium, der dazu sagte: "Was die Piloten sahen, war wahrscheinlich ein Stück Staub, das mit sehr hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eindrang. Es war höchstwahrscheinlich das, was gewöhnlich Shooting Stars genannt wird". Und weiter: "Es scheint, dass die Angelegenheit extrem hell war, so dass es ein ziemlich großes Stück Material gewesen sein muss. Ich kann es nicht anhand der Beschreibung der Piloten sagen, aber es könnte die Größe einer Walnuss oder eines Apfels haben. Es sieht auch so aus, als ob Teile vom Objekt kamen und an dem Flugzeug vorbeifliegen. Das ist auch das, was man erwarten würde, wenn es ein besonders großer Stein aus dem Weltraum wäre, der die Atmosphäre berührt; er neigt zur Fragmentierung."
Auch wenn unmittelbar nach den Berichten noch keine Meteorbeobachtungen zu diesem Zeitpunkt vor lagen, gibt es inzwischen mehrere Beobachtungen, die damit in Verbindung gebracht werden.

Kritiker dieses Erkärungsansatzes verweisen dabei auf die Aussage des Norwegian Air-Piloten, der zwei Objekte nach zuerst nach rechts fliegend und dann als aufsteigend beschrieb. Da alle beteiligten Maschinen entlang einer West-Ost-Achse flogen, widerspricht dies jedoch der Aussage der BA-Pilotin, die das Objekt links von sich fliegen und in die entgegengesetzte Richtung verschwinden sah. Dieser Widerspruch konnte bislang nicht völlig aufgelöst werden. Möglich, dass die Perspektive einen der beteiligten Piloten getäuscht oder "aufsteigend" ungenau ausgedrückt ist. Letztlich wäre hierzu die Untersuchung der Flugaufsichtsbehörde abzuwarten.

Lesen Sie dazu auch unseren Update-Artikel!

Feststelllen lässt sich auch, dass die Berichterstattung erfreulich sachlich stattfindet, ohne fragwürdige Alien-, ET- oder Fliegende Untertassen-Anspielungen bzw. -Kommentare. 

Quellen:
Bericht auf T-Online mit Audio vom Funkverkehr
Aufzeichnung des Funkverkehrs zu diesem Zeitpunkt bei Live ATC
Beitrag auf dem "Anomalous Observational Phenomena"-Blog
Bericht des Irish Examiner
Bericht auf AIRLIVE
Meteor-Sichtungsberichte bei der International Meteor Organisation IMO
 

Marfa-Lichter auf Pro7

Am vergangenen Montag (17.09.) wurde in der Sendung Galileo auf Pro7 u.a. auch auf die so genannten Marfa-Lichter eingegangen. Hierbei handelt es sich um einen Hotspot vermeintlich mysteriöser Lichter, der neben den Brown Mountain-Lichtern und den Hessdalen-Lichtern zu den drei international bekanntesten Hotspots derartiger Lichtphänomene zählt, auf die auch der UAP-Begriff referenziert. Der Galileo-Beitrag dazu kann derzeit noch online in der Mediathek abgerufen werden.
Insgesamt kann man festhalten, dass der kurze Beitrag die wesentlichen Aspekte des Phänomens in komprimierter Art und immerhin ohne allzugroße Effekthascherei oder Mystifizierung darstellt, trotz des wohl unvermeidlichen Schlusssatzes "Es bleibt ein mysteriöses Phänomen", des auch aus der früheren und sehr durchwachsenen Galileo Mystery-Reihe bekannnten Moderators. Wir möchten Ihnen hier einen umfassenderen Überblick über das Phänomen geben und insbesondere auch die Frage behandeln, wie mysteriös ist das Phänomen wirklich?

Marfa-Lichter, Illustration. Quelle: Steve Baxter, Flickr

Worum geht es bei den Marfa-Lichtern?

Marfa ist eine Kleinstadt in der texanischen Wüste in deren Nähe seit über 100 Jahren wiederholt Leuchterscheinungen in Form von meist runden bzw. kugelförmigen Lichtern nach Einbruch der Dunkelheit beobachtetet werden. Die Lichter werden sowohl dicht über dem Boden als auch höher in der Luft schwebend wahrgenommen, manchmal regungslos, manchmal mit langsamen Bewegungen, seitwärts, auf und ab oder auch hektischen Flugmanövern und Zickzack-Kurs. Sie erscheinen und verschwinden dabei plötzlich und sind durchweg geräuschlos. Sie werden in unterschiedlichen Farben beschrieben, von Weiß über Gelb und Orange bis hin zu Rot und seltener in Blau oder Grün. Die Erscheinungsweise kann ebenso unterschiedlich sein, indem die Lichter flackern, funkeln oder pulsieren, also nicht immer gleichmäßig leuchten.
Das Auftreten konzentriert sich auf ein Gebiet nahe den Chinati Mountains, 42 km südwestlich von Marfa und die Mitchell-Ebene, die sich 9 km östlich von Marfa beginnend südwärts erstreckt. Im Netz und auf Youtube finden sich eine Vielzahl an Fotos und Videos, die das Phänomen zeigen sollen.


Die früheste Erwähnung der Lichter wird auf das Jahr 1883 datiert, als ein Robert Ellison von flackernden Lichtern berichtet haben soll, während er abends als Cowboy eine Herde Rinder trieb. Parallel wird auch auf Erzählungen eines O.W. Williams, der in den 1880er Jahren dort als Landvermesser tätig war, hingewiesen, der von Beobachtungen seltsamer Lichter seitens der Indianer erfuhr. Ferner gibt es eine Erwähnung von Beobachtungen im Jahr 1885 im Buch History of Marfa and Presidio County, Texas 1535-1946. Auch der Erzählband Tales of the Big Bend von Eltion Miles enthält Erzählungen aus dem 19. Jahrhundert zu den Lichtern. Die früheste Berichterstattung in den Medien gab es 1945 in den San Angelo Times sowie 1957 im Coronet Magazin. Seitdem werden regelmäßig Lichter bei Marfa beobachtet und auch fotografisch und filmisch festgehalten. Der überregionale Bekanntheitsgrad der Lichter zieht mittlerweile auch Touristen nach Marfa, das die Lichter entsprechend für touristische Zwecke als Attraktion vermarktet und alljährlich ein Marfa Lights Festival veranstaltet. Zudem wurde etwas außerhalb von Marfa extra ein Besucherzentrum mit einer Aussichtsplattform errichtet, von dem aus in klaren Nächten Lichter gesehen werden können.

Welche Vermutungen gibt es?

Über die Jahrzehnte sind viele Legenden entstanden, die die Lichter erklären sollen. Örtlichen Legenden zufolge sollen die Lichter Seelen oder alternativ Lagerfeuer dort verstorbener Apachen sein, in einer anderen Version auch Seelen verstorbener spanischer Konquistadoren. Manche Einheimische glauben, dass das Leuchten von einer Laterne stammt, die der Geist eines Apachen-Häuptlings über die Ebene trägt, auf der dieser ermordet wurde. Indianer aus der Gegend hielten die Lichter für gefallene Sterne. Frühere Beobachtungen im 19. Jahrhunderts wurden auch gewöhnlichen Indianer-Lagerfeuern zugeschrieben. Während der Weltkriegsjahre  vermutete man geheime Manöver feindlicher Mächte. Während des Zweiten Weltkriegs versuchten Piloten aus dem nahegelegenen Midland Army Air Field die Quelle der mysteriösen Lichter zu finden, konnten aber nichts entdecken. Andere vermuten Irrlichter oder gar außerirdische Besucher hinter den schwebenden Lichtkugeln bzw. dass die Lichter durch ansonsten unsichtbare außerirdische Flugkörper hervorgerufen werden. Gemutmaßt wird auch eine Entzündung von aus dem Boden austretenden Gasen bei Kontakt mit Sauerstoff, ähnlich den Sumpfgasen. Da sich in diesem Gebiet bedeutende Reserven an Öl, Erdgas und anderen Erdölkohlenwasserstoffen befinden, die Methan enthalten, könnte ein solcher Effekt hervorgerufen werden. Manche Ufologen sehen die Lichter als neuartige physikalische Anomalie ggf. auch mit intelligenter Steuerung, und auch als interdimensionales Phänomen. Ähnlich den Hessdalen-Lichtern wird das Phänomen auch dem Anomalous Light Phenomena zugeordnet.

Was sagt die Wissenschaft?

Bereits 1989 kam ein Team japanischer Wissenschaftler nach Marfa, um dem Phänomen nachzugehen. Sie waren eine Woche vor Ort, konnten aber in der Zeit keine ungewöhnlichen Lichter beobachten, so dass der Leiter die Vermutung äußerte, dass die Lichter eher ein natürliches Phänomen sind.

2004 untersuchte eine Gruppe Studenten der Texas State Universität mit umfangreicher Ausrüstung über vier Tage vor Ort die beobachteten Lichter. Ihr offizieller Bericht, online verfügbar, ergab schlüssig, dass die erschienenen Lichter genau mit den Autoscheinwerfern am Highway 67 korrelierten. Die Lichter waren völlig vorhersehbar und das Phänomen war vollständig wiederholbar, basierend auf Autos auf der Autobahn. Es wurden einige Aufnahmen von den nächtlichen Lichtern gemacht, die, wenn sie tagsüber von einem Kamerastandort überlagert werden, den Highway 67 in der Entfernung zeigen, genau an der gleichen Stelle wie das Licht auf dem Nachtfoto. Die seltsame Bewegung der Lichter wird dem vergrößernden oder schimmernden Effekt zugeschrieben, der durch eine Luftspiegelung nach oben verursacht wird, im Vergleich zu der üblicheren Luftspiegelung nach unten. Luftspiegelungen nach oben, bei denen Objekte höher erscheinen als ihre tatsächliche Position, können dazu führen, dass entfernte Objekte, auch solche unterhalb des Horizonts, in der Luft zu schweben scheinen. Luftspiegelungen nach unten, in denen Objekte unter ihrer tatsächlichen Position erscheinen, können Objekte in der Luft, wie zum Beispiel ein Stück Himmel, unterhalb des Horizonts erscheinen lassen, wie der sprichwörtliche See in der Wüste. Immer wenn die Temperaturgradienten geeignet sind, sollten die Marfa Lights entsprechend vorhersehbar erscheinen und sich verhalten.

2008 haben Wissenschaftler der Texas State Univerität unter Leitung von Prof. Karl Stephen unter Einsatz von spektroskopischer Ausrüstung über 20 Nächte hinweg von der öffentlichen Beobachtungsstation aus eine Vielzahl an Lichtern beobachten und untersuchen können. Das Ergebnis deckt sich mit den früheren Ergebnissen, dass in allen Fällen die beobachteten Lichter hinsichtlich der Erscheinungsweise als Fahrzeuglichter von Fahrzeugen auf den Highways 67 und 90 oder kleine Feuer erklärt werden können. Ferner bestätigte diese Untersuchung auch die Beinflussung der Erscheinungsweise durch die dort herrschenden atmosphärischen Bedingungen und auftretenden Luftspiegelungen, die die Lichter optisch verzerren, so dass sie keine Ähnlichkeit mit typischen Autoscheinwerfern mehr haben. Ein entsprechender Artikel erschien im American Journal of Physics.

2011 erschien ein weiterer Artikel von Prof. Stephan gemeinsam mit James Bunnell im Journal of Atmospheric and Solar-Terrestrial Physics, in dem weitere mögliche Theorien zur Erklärung von Lichtern diskutiert werden, die der Beobachtung nach nicht mit der vorherrschenden Theorie mit Autoscheinwerfern erklärt werden können. Grundlage sind eigene Beobachtungen von James Bunnell in den Jahren zuvor, die seiner Ansicht nach nicht mit Fahrzeugscheinwerfern oder den atmosphärischen Bedingungen erklärt werden können. Sein bevorzugter Erklärungsansatz sind die Erzeugung piezoelektrischer Ladung aufgrund des magmatischen Gesteins bei kleinen Erdbeben unter der Mitchell-Ebene. Er stützt seine These auch durch dort verlaufende Verwerfungslinien in deren Nähe solche Lichter auch beobachtet worden sein sollen. In dem Zusammenhang wird über eine Art Plasmaphänomen diskutiert, ähnlich den Kugelblitzen.
Über seine eigenen Beobachtungen erstellte Bunnell ein Diskussionspapier, das online verfügbar ist. Darin führt er 97% seiner Beobachtungen auf herkömmliche Lichterscheinungen wie Fahrzeuglichter zurück und bezeichnet 3% als eher mysteriös bzw. ungeklärt. Er stellt darin auch seine eigenen Hypothesen vor.

Im Galileo-Beitrag werden zum Einen die Fahrzeuglichter als Erkärung dargestellt und zum Anderen eine weitere Beobachtung, die dem Anschein nach nicht auf solche Lichter zurückgeführt werden kann, mit einer Überleitung zu Prof. Stephan und der Erläuterung der Plasmahypothese durch elektrische Entladungen aufgrund geologischer Vorgänge. Da Vertreter eines anomalen Restphänomens jedoch selber äußern, dass dieses eher selten und nur an wenigen Tagen im Jahr zu sehen ist, ist es schon ein Zufall, dass ausgerechnet bei dem Besuch des Kamerateams auch gleich ein solches "mysteriöses" Licht auftaucht. Zudem stellt sich das Licht als recht unspektakulär dar, indem es still am Horizont steht. Da dahinter der Sternenhimmel erkennbar ist, würden wir doch gerne auch astronomische Verursacher mit in Betracht ziehen.

Prof Stephan äußert an anderer Stelle, dass er selber Bunnells Hypothesen zwar in Betracht gezogen hat, aber eher nicht befürwortet. Es könne geologische Aktivität sein, die elektrische Entladungen erzeugt, aber dazu sei alles Spekulation und es gäbe keine erwiesenen Fakten.

Was sagen Skeptiker?

Brian Dunning ist ein kritische Forscher, der sich mit den Marfa-Lichtern auseinandergesetzt und auch einen Podcast dazu erstellt hat. Er bestätigt, dass die Marfa-Lichter tatsächlich existieren und beobachtet werden können. Ihre Existenz ist also nicht nur eine erfundene Geschichte. Von der extra errichteten Aussichtsplattform aus lassen sich bei klaren Nächten häufig Lichter beobachten. Aus seiner Sicht jedoch stellt sich die skeptische Erklärung der Fahrzeugscheinwerfer von Fahrzeugen auf den Highways 67 und 90, teilweise verfremdet durch die dort auftretenden atmosphärischen Bedingungen, als schlüssige Erklärung heraus, die durch die durchgeführten Studien der Texas State Universität untermauert wird. Befürworter eines anomalen Phänomens wenden dazu meist zwei Gegenargumente an: Zum Einen Berichte, wonach Lichter um die Zeugen herum flogen, über ihnen schwebten oder sich anderweitig seltsam verhielten, so dass das nicht mit der Fahrzeugscheinwerfer-Theorie in Einklang zu bringen sei. Skeptiker entgegnen hierzu, dass die vorliegenden unzähligen Fotos und Videos ein solches Verhalten nicht belegen. Zudem ist zu berücksichtigen, dass durch eine mangelnde Orientierung in der Nacht schwer einzuschätzen ist, in welcher Entfernung und Größe sich ein Licht gerade bewegt und man auch leicht getäuscht werden kann. Das zeigt sich auch an den Nachtfotos solcher Lichter und insbesondere an Aussschnittsvergrößerungen, die keinerlei Anhaltpunkte liefern.

Zum Zweiten führen Befürworter an, dass die Lichter auch bereits vor dem Bau der Highways, also bevor dort Autos fuhren, und angeblich auch bereits seit Hunderten von Jahren berichtet würden. Allerdings gibt es vor dem Bau der Highways lediglich anekdotisches Material, meist in Form von Erzählung zu einzelnen Lichtern, als Geisterlichter und dgl., die nur schwer nachprüfbar und schlecht dokumentiert sind. Zudem ist die Häufigkeit dieser Erzählungen weitaus geringer, als das seit dem Bau der Highways der Fall ist. Auch gibt es keine wirklich weit zurückreichenden Berichte. Die frühestens stammen wie oben bereits erwähnt von Robert Ellison aus dem Jahr 1883 sowie O.W. Williams aus demselben Jahrzehnt. Wie allerdings sowohl Dunning als auch Michael Hall, Chefredakteur bei TexasMonthly, der zu diesem Thema auch einen Artikel verfasste, übereinstimmend recherchierten, basieren diese Referenzen lediglich auf Erzählungen von deren Nachkommen, schriftliche Aufzeichnungen der besagten Personen existieren tatsächlich nicht, auch nicht in den Memoiren von Ellison. Zudem basieren die Erzählungen von Williams selber nur auf Hörensagen und nicht auf eigenen Beobachtungen. Das soll nicht heißen, dass es nicht auch vor dem Bau der Highways einzelne Beobachtungen von irgendwelchen Lichtern gab, für die allerdings auch andere Ursachen, wie Lager- oder andere kleine Feuer sowie astronomische Stimuli mit in Betracht gezogen werden müssen, zumal auch dort die Venus an manchen Tagen auffällig am Himmel steht, bevorzugt am Abend. Nicht zu vergessen die auch früher schon dort vorherrschenden atmosphärischen Bedingungen dort, die Luftspiegelungen begünstigen.

Dunning merkt weiter an, dass es in den 1940er Jahren östlich von Marfa einen Militärstützpunkt der US Air Force mit täglichem Flugbetrieb und tausenden Mitarbeitern gab, ohne dass es seitens des Personals bzw. der Piloten Berichte über Beobachtungen ungewöhnlicher Phänomene gegeben hätte, was doch sehr unwahrscheinlich wäre. Dunning schließt, dass die Theorie der Fahrzeugscheinwerfer in Kombination mit den atmosphärischen Bedingungen in sich schlüssig und konsistent sei und hinreichend das Lichtphänomen erkläre. Für alternative Ansätze wie die piezoelektrischen Blitzbälle bestünde keine Notwendigkeit.
 
Was bleibt übrig?

Nach einer sachlichen Gesamtsicht der vorliegenden Fakten schließen auch wir uns der skeptischen Einschätzung an und müssen an dieser Stelle festhalten, dass, entgegen der Äußerung des Pro7-Moderators, im Ergebnis leider kein mysteriöses Phänomen übrig bleibt, auch wenn naturgemäß manche das anders sehen. Alternative und insbesondere anomalistische Theorieansätze bleiben letztlich spekulativ und beruhen zumeist auf einer Interpretation von Erzählungen und Fotos bzw. Videos. Im Kern bleibt es ein neuzeitliches Phänomen, das Marfa als willkommene, touristische Attraktion dient und dort natürlich auch weiterhin als zumindest in Teilen mysteriöses Phänomen vermarktet wird.

Infotafel am Besucherzentrum außerhalb von Marfa

Untenstehend haben wir die herangezogenen Quellen nochmals zusammengefasst und empfehlen für einen guten kritischen Überblick insbesondere die Seite DeMystifying the Marfa-Lights, auf der auch einige Fotos kritisch betrachtet werden.

Quellen:
Englischer Wikipedia-Eintrag zu den Marfa-Lichtern (der deutsche ist leider nicht sehr ergiebig)
An Experimental Analysis of the Marfa Lights (Society of Physics Students at the University of Dallas, 2004), PDF (externer Download)
Spectroscopy applied to observations of terrestrial light sources of uncertain origin, American Journal of Physics, 2009
Quantitative intensity and location measurements of an intense long-duration luminous object near Marfa, Texas, Journal of Atmospheric and Solar-Terrestrial Physics, 2011
What is the source of Marfa Lights? Discussion by James Bunnell, 2012, PDF (externer Download)
What are the Marfa Lights? auf Live Science
The Marfa Lights: A Real American Mystery, Podcast von Brian Dunning
The truth is out there, auf TexasMonthly
DeMystifying the Marfa Lights, umfangreiche kritische Betrachtung
Top 10 Secrets of the Marfa Mystery Lights and the Marfa Lights Theories, auf Mysterious Monsters
Mysteriöse Lichtkugeln am Himmel geben der Wissenschaft immer noch Rätsel auf, auf Vice.com
Diese schwirrenden Lichter ziehen Tausende in ihren Bann, auf welt.de

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