Satelliten

In klaren Nächten, bis zu 90 Minuten nach und vor Sonnenuntergang bzw. Sonnenaufgang, kann man sehr viele Satelliten am Firmament beobachten. Sie bewegen sich mit einer typischen Geschwindigkeit, schneller als hochfliegende Flugzeuge, und in typischen Flugbahnen, entweder von West nach Ost oder in polarer Richtung, am Himmel, so dass sie für erfahrene Beobachter relativ leicht von Flugzeugen unterscheidbar sind. Sateliten können durch Eigenbewegungen und unterschiedliche Reflektion ggf. auch blinkend bzw. mit wechselnder Helligkeit erscheinen. Durch die Eigenbewegungen des Auges können bei der Beobachtung die normalerweise geradlinigen Flugbahnen auch unregelmäßig erscheinen.

Wiederkehrende Phänomene am (Nacht-)Himmel im Zusammenhang mit Satelliten sind zum Einen die so genannten Re-Entries, worunter man den Wiedereintritt künstlicher Flugkörper in die Erdatmosphäre versteht, die ähnlich einem Meteor erscheinen, allerdings deutlich langsamer fliegen, und zum Anderen die so genannten Iridium Flares, die als Reflexion von Sonnenlicht an einem Iridium-Satelliten entstehen und bis zu 20 Sekunden und sehr hell am Himmel aufleuchten. Bis Ende 2018 sollen die Iriduim-Satelliten ausgetauscht werden, so dass diese Flares dann vom Nachthimmel veschwinden werden.

Eine Besonderheit sind NOSS Satelliten, die immer zu Dritt im Formationsflug zu sehen sind. Auf der Internetseite Call Sky kann man sich sowohl die Sichtungszeiten und deren Helligkeit berechnen lassen, als auch die Sichtungszeiten anderer, sichtbarer Satelliten. Beim kostenlosen Sternatlas „Stellarium“ ist dies ebenso möglich und hat den Vorteil, dass man die Satelliten genau über den Beobachtungsort darstellen lassen kann.

Für ein besonderes Schauspiel sorgen seit Ende Mai 2019 die Space X Starlink-Satelliten, von denen insgsamt 12.000(!) verteilt über das gesamte Jahr gestartet werden. Auffällig ist dabei die Phase nach dem Aussetzen der Satelliten, wenn diese sich mit eigenem Schub über Wochen hinweg, aufgereiht an einer Linie, auf ihre endgültige Position im Orbit bewegen, was von der Erde aus gut zu beobachten ist.

Über eine Reihe von Satellitentrackern lassen sich sichtbare Satelliten leicht bestimmen (s.u.):

 

Aussehen: Man sieht am Himmel ein rundes, kleines Licht (bzw. drei Lichter), ähnlich einem Stern. Bei Re-Entrys werden viele kleine, rasch fliegende, Lichtpunkte beobachtet.

Durch autokinetische Effekte kann der Eindruck entstehen, dass Satelliten springen bzw. ZickZack-Bewegungen vollziehen. Einen ähnlichen Eindruck kann durch Mikrobewegungen des Auges oder schnelle Bewegungen des Kopfes, die vom Zeugen nicht wahrgenommen werden, gewinnen.

Flugbewegung: Rascher, geradliniger Flug; nicht ganz so schnell wie ein Flugzeug.
Zeugenaussagen: “...punktförmige Lichter...” (Krosigk, 1999)

· “...kleiner weisser Punkt, der plötzlich pulsierte und sich um das 10-fache oder mehr vergrösserte und dann verschwand...” (Greimerath 1998)

· “...schnelles Objekt, etwas grösser als ein Stern...” (Bochow, 2000)

· “...sich bewegender, pusierender Stern...” (Frankfurt, 1968)

· “...hellgrüner Punkt mit atemberaubender Geschwindigkeit...” (Hanau, 1983)

Zeugenbeschreibung: Hier finden Sie Zeugenbeschreibungen von Sichtungsfällen, die sich auf den Stimulus Satellit zurückführen ließen.
Videos:

Satelliten-Tracker:
Sichtbarkeit von Satelliten auf CalSky und auf Heavens Above
Sichtbarkeit der Starlink-Satelliten auf N2YO.com

Auftreten von Flares auf CalSky und Heavens Above
Heavens Above
, informative Seite zur Satelliten-Beobachtung und Iridium-Flares, mit Angaben zur Sichtbarkeit
Satelliten Weltkarte Livetracker

In the Sky - Live World Map of Satellites
Live Real Time Satellite Tracking and Predictions
SATFLARE - Online 3D Satellite and Flare Tracking, mit Informationen über mögliche Flares

SATVIEW - Tracking Satellites and Spacejunk, mit Informationen über Reentries
CalSky Iridium Flares Berechnung

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