UFO Echo KW 35/2021

Letzte Woche gab es vor allem Berichte über die Quallenwolke über Russland. Eigentlich sind derartige Gebilde in der UFO-Szene wohl bekannt, wie wir letzte Woche bereits erklärt haben. Die Sichtungsparameter sind bei Raketenstarts fast immer identisch und meist kann auch der dazugehörige Start verifiziert werden. In diesem Fall war es ein Soyuz 2.1b Start mit OneWeb-Internetsatelliten vom Vostochny-Kosmodrom.

"Rakete oder Komet - Flugobjekt explodiert über Russlands Himmel und bildet mysteriöse Wolke", meint Focus Online in ihrem kurzen Beitrag und vergisst dabei, dass, wenn es sich um einen Kometen gehandelt hätte, heute eine Wüste in dem betreffenden Gebiet wäre. Ein wenig mehr Realismus sollten die Journalisten schon haben, wenn sie einen Artikel verfassen. (Link)

Besser machen es da die Kollegen von RTL.DE in ihrem Beitrag: "UFO in Russland gesichtet? Unbekanntes Objekt am Himmel über Russland gesichtet?". Dem letzten Absatz kann man dabei zustimmen. (Link)

Interessanter ist da schon das Video, über das news.de berichtet: "Mysteriöse Sichtung über Orpington: Bizarres Video! Fliegt hier ein brennendes UFO am Himmel?". Sieht auf den ersten Blick schon etwas ungewöhnlich aus, könnte allerdings ein Kunstflugzeug mit Pyrotechnik sein, wie unser italienischer Kollege meint. (Link)

Ebenfalls auf news.de wird der UAP-Bericht erneut thematisiert, zusammen mit Aussagen des Navypiloten Graves, der über Jahre hinweg fast täglich unbekannte Objekte gesehen haben will, mit dem Artikel: "UFO-Sichtungen in den USA: Sie beobachten uns, US-Pilot besorgt über Alien Flugobjekte" und dreht das Ergebnis des UAP-Berichts des Pentagons einfach um, wenn der Autor schreibt: "Kein Beweis, dass UFOs von der Erde stammen". Ja, aber wo ist der Beweis, dass UFOs aus dem Weltall kommen? Der Bericht erwähnt mit keinem Wort, dass die gemeldeten Objekte außerirdisch sind. Warum wollen es ufologisch Angehauchte nicht wahrhaben und drehen Ergebnisse nach ihrem Gusto einfach um? Vielleicht, weil man sich erhofft mehr Klicks zu generieren? Jedenfalls hat keines der zahlreichen offiziellen Studien zu UFOs jemals auch nur den Hauch einer Beteiligung durch Aliens gefunden. Da sollte man sich doch mal fragen, warum dies so ist. Die Ufologie bestätigt sich lieber selber und blendet die Realität aus um ihren Glauben zu bewahren. (Link)

Laut RTL.DE ist eine Frau aus England überzeugt davon, dass sie ein UFO fotografieren konnte. Nun, sie vielleicht: "Frau ist felsenfest überzeugt: Ich habe ein UFO gesehen" und aus ihrer Sicht wäre es das definitionsgemäß auch. Dennoch schließen wir uns eher der Meinung geschätzter Kollegen an, die das als Linsenreflektion ansehen. (Link)

Erstaunlich, aber die folgende Meldung schaffte es bisher nur in zwei Medien, obwohl es doch voll in diese Zeit passt, in der fast jeden Tag über das andere Projekt Galileo von Avi Loeb berichtet wird. BR24 schreibt: "Deutschlandweit einmalig - UFO-Forschung an der Uni Würzburg". Der in dem Artikel erwähnte Hakan Kayal hatte zuletzt in einem Online-Vortrag sein Projekt vorgestellt. Das Projekt klingt zuerst einmal richtig und gut und ist zweifelsohne professionell aufgestellt. Allerdings gab es bisher bereits Wissenschaftler die sich mit dem UFO-Problem beschäftigt haben und die oft daneben lagen, weil sie das Studium der irdischen Stimuli oder der psychosozialen Einflüsse vernachlässigt haben oder die bereits vorliegenden Forschungsergebnisse der privaten kritischen UFO-Forschung nicht kannten oder ignorierten. Wir wünschen Herrn Kayal hier mehr Erfolg und geben den Rat mit auf den Weg, sich auch mit privaten Organisationen bzw. Forschern auszutauschen, die 50 Jahre Erfahrung damit haben. Auf jeden Fall werden wir das Projekt begleiten und sind auf die ersten Infos darüber gespannt. (Link)

Einen ausführlichen Bericht über den Altmeister der Prä-Astronautik bzw. Paläo-Seti, brachte die Neue Zürcher Zeitung unter dem Titel: "Aus mir wird schon noch was". Man kann über die angeblichen Beweise der Prä- Astronautiker denken was man will, aber vor EvD muss man schon Respekt haben. In diesem Alter immer noch auf Tour zu gehen, ist schon erstaunlich und als Redner ist er ein wahrer Meister. Würde er seinen Worten und Vermutungen allerdings mal Beweise folgen lassen, wäre der Respekt noch größer. (Link)

Der Astronom Avi Loeb ist ja nun bereits ein fester Bestandteil in der Berichterstattung, wenn es um Aliens geht. Langsam wird es Zeit, den Ankündigungen auch Taten folgen zu lassen. Einen kurzen Podcast über sein Projekt kann man hier beim Standard hören: "Wie ein Star-Physiker Jagd auf Aliens macht". (Link)

Wie bereits öfter erwähnt, sind für außerirdisches Leben bestimmte Bedingungen nötig. Lt. britischen Astronomen kommen dafür neben den bisher überwiegend zugrundegelegten terrestrischen Planeten nunmehr auch Wasserstoffplaneten mit Ozeanen in Frage. InFranken.de brachte einen Artilel dazu unter: "Leben auf anderen Planeten: Laut neuer Astronomie-Studie wahrscheinlicher als gedacht". (Link)

 

Warten wir also ab, was die beiden oben angesprochenen Projekte an neuen Erkenntnissen bringen, oder ob auch hier die alten Fehler erneut gemacht werden oder man letztlich nur wieder "TFAs" (to far away, zu weit weg) auf den Fotos und Videos sieht. Wie der kritische Forscher Mick West dazu kürzlich erwähnte, bringen nur trigonometrische Erfassungen wirklich verwertbare Aufnahmen, aus denen sich dreidimensionale Informationen über die Objektdynamik ableiten lassen.

 

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