Grundsätzliches der Ufo-Phänomen-Forschung

Grundsätzlich gilt: Das Ufo-Phänomen ist real! Es ist weder die Erfindung einiger Foto- oder Videofälscher, noch entspringt es den durch Alkohol oder Drogen herbeigeführten Geisteszuständen mancher Zeitgenossen. Auch die Medien, allen voran der Boulevard, kann das Ufo-Phänomen lediglich zurück in das Bewusstsein einer breiten Bevölkerungsschicht bringen, für dessen Erscheinung aber sind auch sie nicht verantwortlich.

Ufos werden weltweit tagtäglich gesichtet und es muss davon ausgegangen werden, dass nur ein Bruchteil der Sichtungen auch bei Ufo-Organisationen zur weiteren Untersuchung gemeldet werden. Deutschland erlebte am Mai 2007 eine regelrechte Sichtungswelle mit über 2.000 gemeldeten Sichtungen bis Ende 2008. Dies stellt einen einmaligen Rekord in der knapp 40-jährigen Untersuchung von Ufo-Sichtungen in Deutschland dar.

Ufos werden von Menschen in allen Ländern, aller Bevölkerungsschichten und Berufsgruppen gesichtet. Es handelt sich ganz offensichtlich um ein Phänomen, welches sich an keine geologischen oder soziokulturellen Grenzen hält. Nahezu alle gemeldeten Sichtungen fanden auch tatsächlich statt. Die Fälle von Fälschungen sind, ebenso wie Sichtungen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, verschwindend gering. Der Volksglaube vom Ufo-Sichter als geistig Beeinträchtigter ist eine Mär.

Die Frage, die also gestellt werden muss, ist nicht, ob es Ufos gibt, sondern was hinter den gesichteten Objekten und Erscheinungen tatsächlich steckt. Erst hier unterscheiden sich die Ansichten aller am Ufo-Phänomen interessierten Personen und Gruppen. Die gängige und von den Medien favorisierte Theorie besagt, dass sich hinter dem Phänomen außerirdische Raumfahrer befinden. Weniger bekannte Theorien sprechen von Zeitreisenden oder gar Dimensionsreisenden. Kritische Zeitgenossen gehen davon aus, dass man das Phänomen mit bekannten Objekten und Erscheinungen rational erklären kann.

Tatsächlich können nahezu alle gemeldeten Sichtungen einem bekannten Stimulus zugeführt werden. Zwischen 90-98% aller Sichtungsmeldungen sind mit bekannten Stimuli erklärbar. In der Regel sind es einfachste Objekte, wie bspw. ein Miniaturheißluftballon oder ein Stern am Himmel, die in der Dunkelheit der Nacht zusammen mit weiteren Faktoren für den Ufo-Sichter plötzlich unbekannt erscheinen. Ein detailliertes Wissen über alle möglichen Arten von fliegenden Objekten und astronomischen Körpern ist Voraussetzung dafür, eine ernstgemeinte und aufklärende Forschungsarbeit leisten zu können. Ein Basiswissen unterschiedlichster wissenschaftlicher Disziplinen (z.B. der Physik, der Astronomie und der Meteorologie) ist dabei unabdingbar. Da dies dem Normalbürger in aller Regel nicht vorliegt, ist er verschiedensten Stimuli ausgesetzt, die ihm unbekannt erscheinen. Dieser Katalog soll dabei Abhilfe schaffen.

In der Diskussion steht seit einiger Zeit das in der Vergangenheit gebräuchliche »Stimulus-Response-Modell«, wonach lediglich ein identifizierter Stimulus der Auslöser einer Sichtungsmeldung ist. Kritisiert wird daran, dass es den Zeugen und dessen Motivation als eigentlichen Auslöser ('Ufo'-Sichtungsmeldung) außer Acht lässt.

Das schmälert natürlich nicht die Bedeutung bzw. Wichtigkeit, sich mit den möglichen Stimuli auszukennen, aber man sollte auch immer den Zeugen dabei im Auge haben. Warum z.B. hat ein Zeuge die Venus oder einen MHB als Ufo gemeldet, aber viele Andere nicht, die das Objekt ebenso gesehen haben? Einen Themengebiet, zu dem es zukünftig noch einiges an Forschungsarbeit geben wird.


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